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   Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft e.V.

Antibiotika und die Entstehung multiresistenter Keime

Während der Aufzucht werden Antibiotika eingesetzt, die die Entstehung multiresistenter Erreger verursachen.

Fakt ist

Antibiotika werden in der Tierhaltung nie prophylaktisch, sondern nur therapeutisch unter tierärztlicher Aufsicht eingesetzt.

Kritisch hinterfragt

Medikation erfolgt nur unter tierärztlicher Aufsicht.
Wenn erforderlich, werden in jeder Tierhaltungsform im Sinne eines aktiven Tierschutzes Arzneimittel eingesetzt. Die Entscheidung hierüber trifft der Tierarzt. Der Einsatz der Arzneien wird auf jeden Betrieb genau dokumentiert. Im Rahmen der tierärztlichen Verordnung kann es sein, dass auch Antibiotika verabreicht werden. Dies erfolgt jedoch nie pauschal, sondern immer nach Indikation. Entgegen in letzter Zeit verbreiteter Zahlen zeigen Langzeituntersuchungen, dass die Vergabe von Antibiotika nicht deutlich gestiegen ist. So gab es keine signifikanten Veränderungen zu Werten von vor zehn Jahren. In jedem Fall gelten spezielle Wartezeiten, die eingehalten werden müssen und beispielsweise den Schlachttermin beeinflussen können. Diese Wartezeiten sind in den Beipackzetteln angegeben und werden vom zuständigen Veterinär überprüft. 72 Stunden vor dem Transport der Tiere zur Schlachtung kommt es zur Lebendtierbeschau durch den Amtsveterinär. Er prüft anhand der Dokumentation, welche Mengen Futter und Wasser die Tiere erhalten haben und ob Medikamente eingesetzt worden sind. Nur gesunde Tiere werden zum Transport freigegeben.

Die Medikation ist dabei nicht Ursache für die Entstehung multiresistenter Erreger.
Der MRSA*-Stamm ST398 wurde 2004 in den Niederlanden und im Münsterland entdeckt. Entstanden ist er nach Expertenmeinung wahrscheinlich durch eine Mutation in einem Schweinestall. Da MRSA vorwiegend bei Personen nachgewiesen werden, die in direktem Kontakt mit Tieren stehen, gilt die Vermutung, dass eine Infektion nur so entstehen kann. Eine Infektion durch die Aufnahme von rohem Fleisch ist nicht nachgewiesen. Generell sollte das Naturprodukt „Geflügelfleisch" immer nur komplett durchgegart verzehrt werden. Dies ist eine Maßnahme der gängigen Küchenhygiene.

 

* Begriff: MRSA
Die Abkürzung MRSA steht für Multi-resistenter Staphylococcus aureus. Die Besonderheit des kugelförmigen Bakteriums ist, dass es gegen die meisten Breitbandantibotika resistent ist. MRSA kommen bei vielen Menschen im Nasen-Rachentrakt vor. Die Menschen sind dann nicht zwingend krank, sondern vielfach nur Träger des Bakteriums. Ist der Mensch gesund, ist eine Infektion mit MRSA unproblematisch. Bei immungeschwächten Menschen, beispielsweise Krankenhauspatienten, können MRSA hingegen zu Komplikationen führen.

Quelle: IDEG

gefluegel eier qualitaet bayernBayern setzt Maßstäbe

Was steht hinter  dem Zeichen:  „Geprüfte Qualität Bayern“?
Träger des Zeichens ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten.
Das Zeichen dient der Förderung der bayerischen Landwirtschaft, bietet dem Verbraucher mehr Transparenz, garantierte bayerische Herkunft und unterstützt durch kurze Wege eine nachhaltige Erzeugung.

Studie Gefluegelwirtschaft2015

Eine Analyse der Erzeugungsstandards


Deutschland im internationalen Vergleich

 

 

fleischatlas 2016

Kooperationsprojekt von 
Heinrich-Böll-Stiftung,

Bund für Umwelt- und 
Naturschutz Deutschland,

Le Monde diplomatique.

 

 

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